Golden Retriever: gelassen und freundlich

Träumt nicht nahezu jedes Kind einmal davon einen groβen vierbeinigen Freund mit weichem langem Fell und freundlichen Blick zu haben? Ein Golden Retriever gewinnt im Handumdrehen die Herzen jedes Hundefreunds und schafft es sogar auch die noch nicht so Begeisterten, in welche zu verwandeln. Absolute Fans des Golden Retrievers sprechen sogar von einem gewissen Goldie-Effekt: „Wer einmal einen Goldie in den Arm genommen hat, will ihn nicht mehr hergeben.“ Aber was macht diese blonden Vierbeiner nur so unwiderstehlich?

 

Aussehen

Besonders ins Auge fällt beim Golden Retriever das seidige Haarkleid und die glänzende Farbe, deren Ton von Cremefarben bis Dunkelgold reichen kann. Die Welpen kommen fast weiβ auf die Welt und dunkeln während des Wachstums nach bis zu ihrer letztendlichen Farbschattierung. Das Deckhaar ist halblang und von glatter oder welliger Struktur, die Unterwolle dicht. Augen und Nase sind stark pigmentiert und geben seinem Gesicht diesen freundlichen Ausdruck.

Der Körperbau des Golden Retrievers gilt als harmonisch und gut proportioniert. Mit einer Schulterhöhe von 51-56 cm bei Hündinnen und 56-61 cm bei Rüden ist er ein mittelgroßer Hund. Sein Knochenbau ist kräftig und das Durchschnittsgewicht liegt bei respektive bei 30-36 kg und 34-40 kg.

Golden Grupo

 

Gesundheit

Trotz seiner Gröβe wird dem Goldie eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 – 14 Jahren bescheinigt und man hört immer wieder von rüstigen Senioren, die an die 16 Jahre wurden. Im Allgemeinen sind die Vierbeiner mit einer sehr robusten Gesundheit gesegnet und gelten als „hart im Nehmen“.

Leider ist die Rasse aber auch für ihre Erbkrankheiten in Bezug auf den Bewegungsapparat bekannt. Besonders die Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie sind häufige Krankheiten unter den Retrievern und auch das Auftreten von grauem Star und Netzhautschwund, sowie Epilepsie wurde verstärkert festgestellt. Zuchtvereine achten daher auf eine gezielte Auslese und strenge Zulassungsvoraussetzungen, Käufer sollten überaus vorsichtig bei Privatanbietern und besonders bei Angebote aus dem Ausland sein.

 

Wesensart

Gelassenheit ist das Stichwort, wenn wir den Charakter des Golden Retrievers beschreiben wollen. Er hat ein ausgeglichenes Temperament und neigt keinesfalls zu Hektik oder Nervosität. Insbesondere im Umgang mit Kindern oder Senioren zeigen die sanften Goldies besondere Ruhe und Sensibilität.

Nichtsdestotrotz sind Goldies keine Schlaftabletten: Lebhaftigkeit und Frohsinn, sowie Begeisterung an Beschäftigung sind weitere Kennzeichen ihres Wesens. Sie sind insofern idealen Begleiter, die nur darauf warten, dass ihr Mensch sich mit ihnen beschäftigt und ihnen eine Aufgabe zuteilt. Durch diese „Arbeitsfreude“ wird ihre Erziehung zum Gehorsam wesentlich erleichtert und da sie darüber hinaus nichts mehr freut als ein Lob ihrer Bezugsperson, sind sie leicht zu führen.

Entsprechend anhänglich sind sie in Bezug auf ihr Menschenrudel und genieβen es voll ins Familienleben integriert zu sein. Alleinsein bekommt ihnen entsprechend nicht besonders gut und lange Perioden sollten vermieden werden.

Trotz des angeborenen Jagdtriebs akzeptieren sie andere Haustiere an ihrer Seite, besonders wenn sie zusammen mit ihnen aufgewachsen sind. Ursprünglich wurden sie in der Jagd zum Apportieren von Wild gezüchtet und haben daher ein so genanntes weiches Maul, das die Beute unbeschädigt zum Führer bringt.  In erster Linie wurden und werden sie zur Entenjagd eingesetzt, daher kommt sicherlich auch ihre groβe Liebe zum Wasser.

Goldie 3

Nach Einschätzungen des amerikanischen Psychologen und Hundeforschers Stanley Coren belegt der Golden Retriever Platz 4 auf der Rangliste der intelligentesten Hunde und insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Rasse sehr beliebt ist in der Ausbildung zum Gebrauchshund. Goldies sieht man häufig als Rettungs- oder Spürhunde, insbesondere aber bei der Unterstützung beeinträchtigter Personen als so genannte Assistenzhunde.

 

Umgang

Entsprechend dem Ziel seiner Zucht, dem Beute-Apportieren, liebt der Golden Retriever das Wurfspiel mit beinahe jedem erdenklichen Objekt und auch Verstecken, Suchen und Bringen von Objekten machen ihm groβe Freude. Ein schönes Suchspiel im Wald wird beispielsweise hier beschrieben. Vorsichtig sollte man in diesem Zusammenhang besonders bei Retriever Welpen und Junghunden sein, denn die Phase der „oralen Fixierung“ ist besonders stark ausgeprägt und keine Schuh oder Strumpf scheint lange vor ihnen sicher.

Da er das Wasser in jeder Form liebt, sollte der Goldie besonder im Sommer regelmäβig die Möglichkeit zum Baden bekommen und er freut sich besonders, wenn hier das Apportieren eingebaut wird. Als besonders bewegungsfreudiger Vertreter seiner Art braucht er ausreichend Bewegung und möglichst wechselnde Schauplätze um seiner Neugier und Intelligenz zu befriedigen – ohne Abwechselung langweilen sich Goldies schnell und können entsprechend unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln.

Sein schönes und dichtes Fell muss sich entsprechend erneuern und während des Fellwechsels ist das Bürsten und gegebenenfalls Trimmen sehr wichtig. Auch während des Rest des Jahres neigen Goldies dazu viele Haare zu verlieren und brauchen entsprechende Pflege.

Goldie2

Über die Existenz des Goldie-Effekts kann man nach diesem Porträt kaum noch diskutieren, denn gelassen und freundlich erobert der Retriever uns Menschen im Sturm!

 

Weitere Informationen zu allen Themen rund um den Golden Retriever, sowie Züchter- und Welpeninformationen finden sich beim Golden Retriever Club e.V. oder dem Deutschen Retriever Club e.V.

 

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